By Guido Scholl
ISBN-10: 3638704556
ISBN-13: 9783638704557
So sehr Jelinek die Zustände in der modernen Gesellschaft, vornehmlich in ihrer Heimat Österreich, mittels brutal anmutender Bilder anprangert und mit dem literarischen Finger auf jene zeigt, die ihrer Ansicht nach eine Schuld an den Missständen tragen, muss guy doch davon ausgehen, dass sie keine Lehrfigur im Sinne einer Moralpredigerin sein will. Schon gar nicht ist sie ein superstar im Boulevard-Sinn. Vielmehr geht es der Autorin darum, das, was once ihrer Meinung nach ful ist im Staate Österreich, beim Namen zu nennen, es laut auszusprechen, um eben nicht zuzulassen, dass das passiert, was once in Österreich als Negativbeispiel nach dem Zweiten Weltkrieg geschehen ist: Verdrängung und Vertuschung.
Das Moralisieren, das Lehren ist zwar nicht Jelineks Sache. Trotzdem kann guy gerade in den neueren Texten wie Ein Sportstück und Das Werk beobachten, dass Autorin-Figuren auftreten. Diese heißen entweder explizit „Autorin“ oder im Sportstück Elfi Elektra. Solche Auftritte legen nahe, dass Jelinek bestimmten Inhalten eine besondere Stellung zu geben wünscht. Die teilweise übertrieben sarkastisch wirkenden Bühnenanweisungen bekräftigen diese Vermutung. Jelinek will Einfluss nehmen, allerdings zeigt die Ironie, mit der das geschieht, wie schwierig ihr diese project erscheint. Die Auftritte der Autorin-Figuren sowie die Regieanweisungen stellen deshalb einen wichtigen Aspekt bei der Selbstkonzeption Jelineks dar. An ihnen lässt sich ein interessantes Bild ablesen über ihre Selbstsicht, ihre Wahrnehmung der öffentlichen Sichtweise ihrer individual sowie ihre Auffassung der eigenen place im Theater.
In den ersten beiden Abschnitten dieser Arbeit wird das literarische Werk Jelineks auf Merkmale von Selbstinszenierung untersucht. Dabei ist auch eine möglichst umfassende Interpretation der fraglichen Textstellen zu leisten, weil aus dem unmittelbaren Kontext Rückschlüsse zur Frage nach der Selbstinszenierung entstehen. Im dritten Teil folgt eine Beleuchtung Elfriede Jelineks als öffentlicher individual. Darin wird untersucht, wie und in welchem Maß das öffentliche Auftreten der Autorin auf eine Selbstinszenierung auch abseits der Bühne schließen lässt. Denn alles Leben ist immer auch Schauspiel.
Read or Download Elfriede Jelinek als literarische Figur und öffentliche Person: Selbstinszenierungen einer Autorin (German Edition) PDF
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Barbara Piechota-Lutum's Kulturelle Stereotype in der Literatur (German Edition) PDF
Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Germanistik - Sonstiges, word: 1,7, Universität Hamburg (Germanistik), Veranstaltung: Seminar Ib im Übergang zum Hauptstudium: Migration, Fremdheit und kulturelle Differenz in der Literatur, 6 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, summary: Die vorliegende Arbeit befaßt sich mit verschiedenen Bedeutungsaspekten des Stereotypbegriffs und mit der Verwendung von kulturellen Stereotypen in der Literatur.
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, word: 1,3, Philipps-Universität Marburg (Institut für Neuere deutsche Literatur), Veranstaltung: Liebe in der Literatur des 21. Jahrhunderts, Sprache: Deutsch, summary: "Die glückliche Liebe hat in der abendländischen Kultur keine Geschichte", stellte der Schweizer Kulturhistoriker Denis de Rougemont in seinem 1939 erschienenen Buch "Die Liebe und das Abendland" fest und stimmt so mit Niklas Luhmann überein, der für moderne Liebesliteratur dargestellt hat, dass das Sicheinlassen auf sexuelle Beziehungen Prägungen und Bindungen erzeugt, die ins Unglück führen.
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Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, word: 2,0, Technische Universität Dresden (Institut für Germanistik), Veranstaltung: Literatur um 1900, Sprache: Deutsch, summary: Der Begriff Expressionismus ist so wenig eindeutig wie unverzichtbar für diese Arbeit.
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Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, notice: 1,0, Otto-Friedrich-Universität Bamberg, 14 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, summary: AbstractDiese Arbeit entstand aus dem Zweifel an den Thesen Wendy Wagners, dass Büchner kein Atheist gewesen sei, sich deshalb nicht mit seiner Figur des Payne in Dantons Tod identifiziert habe und im Hessischen Landboten deshalb Bibelsprache verwendete, weil sie seiner tiefsten Überzeugung als Protestant entsprachen.
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Elfriede Jelinek als literarische Figur und öffentliche Person: Selbstinszenierungen einer Autorin (German Edition) by Guido Scholl
by Kenneth
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